Bayerisches Staatsministerium für UNTERRICHT und Kultus
8. Oktober 2026
Schule als lebendiger Ort für Kunst und Kultur –
Auszeichnung von zwölf weiteren „Kulturschulen“ in Bayern
MÜNCHEN/NÜRNBERG. Hier stehen Kunst und Kultur im Fokus und so werden Schulen zum Ort der Begegnung, der Kreativität und der Teilhabe. Am heutigen Donnerstag wurden in der zweiten Staffel zwölf „Kulturschulen“ ausgezeichnet, da sie nicht nur Kultur nachhaltig in Unterricht und Schulentwicklung verankern, sondern auch auf kreative und fächerübergreifende Projekte setzen. Damit geben sie den Schülerinnen und Schülern Raum, ihre Schule aktiv mitzugestalten. Zugleich entstehen gewinnbringende Partnerschaften mit Kultureinrichtungen vor Ort.
Kultusministerin Anna Stolz freut sich über das wachsende kulturelle Netzwerk: „Unseren neuen ‚Kulturschulen‘ gratuliere ich ganz herzlich! Sie machen vor, wie lebendig Unterricht wird, wenn Kunst, Musik und die kreative Praxis mit digitalen Medien ganz selbstverständlich in den Alltag einfließen. Diese pure Begeisterung spürt man in jedem Klassenzimmer und darüber hinaus! Ob im Museum, im urbanen Raum oder direkt auf der Schulbühne: Hier entstehen echte Aha-Erlebnisse und unsere Schülerinnen und Schüler machen wertvolle Erfahrungen, weil Kultur greifbar und hautnah erlebbar wird. Schule wird so zum echten Kulturzentrum für eine ganze Region.“
Das Programm „Kulturschule Bayern“
Die „Kulturschulen Bayern“ setzen in besonderer Weise künstlerisch-kreative Schwerpunkte. Um diesen Ansatz praktisch zu erproben, wurde im Schuljahr 2019/2020 ein entsprechendes Pilotversuchsprogramm in die Wege geleitet – unterstützt von Partnern, dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) sowie der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen (ALP). Die nun prämierten zwölf Schulen nahmen schon früher an Kreativprojekten teil, sodass sie auf einem stabilen Fundament aufbauen und ihr kulturelles Profil weiter schärfen konnten. Das Konzept sieht zudem vor, dass die „Kulturschulen“ mit freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern kooperieren und die gesamte Schülerschaft sowie das Umfeld aktiv in den Gestaltungsprozess einbeziehen. Auf diese Weise verwandelt sich die „Kulturschule“ selbst in eine Begegnungsstätte für Kunst, in der kreative Prozesse sowohl innerhalb des Gebäudes als auch vor Ort sichtbar und erlebbar werden. Alle zwölf prämierten Schulen haben die Projektvorgaben erfolgreich umgesetzt, womit die dreijährige Erprobungsphase einen gelungenen Abschluss findet.
Seit der ersten Staffel 2019/2020 tragen mittlerweile bayernweit 21 Schulen das Profil „Kulturschule“.
„Kulturlotsen“
Im Rahmen des Programms „Kulturschule Bayern“ steht die Schülerbeteiligung im Fokus. So werden pro Schule mindestens zwei Schülerinnen und Schüler zu „Kulturlotsen“ ausgebildet. Zu ihren Aufgaben gehören u.a. die Moderation von Veranstaltungen, Organisation von Führungen für externe Gäste sowie die Konzeption und Durchführung von schulinternen Wettbewerben oder kulturellen Pausen und Aktionen rund um Kunst und Kultur.
Die zwölf neu ausgezeichneten „Kulturschulen“ in Bayern sind:
Oberfranken
- Sonderpädagogisches Förderzentrum DonBosco-Schule, Stappenbach
Unterfranken
- Wirsberg Gymnasium, Würzburg
Mittelfranken
- Sonderpädagogisches Förderzentrum Paul-Moor-Schule, Nürnberg
- Mittelschule an der Bismarckstraße, Nürnberg
- Mittelschule Schulcampus Werderau, Nürnberg
Oberpfalz
- Mittelschule Waldsassen
Niederbayern
- Sonderpädagogisches Förderzentrum Paul-Maurer-Schule, Viechtach
- Drei-Flüsse-Realschule, Passau
- Johannes-Gutenberg-Gymnasium, Waldkirchen
Oberbayern
- Mittelschule Maisach
- Ludwig-Fronhofer-Realschule, Ingolstadt
Schwaben
- Mittelschule Wittelsbacherschule, Kempten



Wir sorgen mit unserem vielfältigen und anpruchsvollen Schulleben für kulturelle Impulse in der Region und darüber hinaus.








