
Inner Wheel verleiht Zivilcouragepreis 2026
Mittelschule Waldsassen mit Sonderpreis geehrt
Die Mittelschule Waldsassen hat sich mit dem Projekt „Demokratie zum Anfassen: ein Planspiel-Labor für Zivilcourage“ beworben“.
Die Jury überzeugte vor allem das starke Engagement der Schüler sowie die Einbeziehung des ausserschulischen Umfeldes: Gewinnung von Fachleuten als Verbündete.
Ralph Kappelmeier, Kriminalhauptkommissar und Präventionsbeauftragter des Polizeipräsidiums München in seiner Laudatio
„In einer Zeit, in der soziale Medien unser Miteinander und unsere Kommunikation dominieren, Hass und Hetze sich Raum verschaffen und hemmungslos verletzende Kommentare und Äußerungen veröffentlicht werden, sehe ich in der Arbeit der Mittelschule Waldsassen ein „Leuchtturmprojekt“. In ihrem selbsternannten „Labor für Zivilcourage“ setzt sich die Schule mit der freien Meinungsäußerung auseinander, wie sie in diesem Land geschaffen wurde, geregelt wird und geschützt werden sollte. Sie entwickelten in einem Planspiel den Ablauf einer Demonstration, von der bürokratischen Planung, über die thematische Vertiefung bis hin zur kreativen Gestaltung und Umsetzung, die letztlich auch simuliert wurde. Einen größerer Beitrag zur Entwicklung eines Demokratieverständnisses von Jugendlichen kann ich mir als Polizeibeamter kaum vorstellen.“
München
Die 6 Münchner Inner Wheel Clubs haben zum vierten Mal die Münchner Inner Wheel Preis für Zivilcourage verliehen. Sie würdigen mit diesem Preis die Schulen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern der bayerischen Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien, die mit herausragenden Projekten und Initiativen aktiv gegen physische und psychische Gewalt an Schulen vorgehen.
„Mit diesem Preis möchten wir Lehrer und Schüler sichtbar machen, die nicht wegsehen,sondern aktiv Verantwortung übernehmen und jungen Menschen zeigen, wie ein gewaltfreies Miteinander gelebt werden kann,“ so Roswitha Wenzl, Präsidentin des Inner Wheel Club München Residenz und Mitinitiatorin des Preises.
Das Preisgeld beträgt insgesamt 5500 €
Die Preisträger:
1. Preis
Goethe – Gymnasium Regensburg mit Regensburger Mentoring Programm – Hinschauen, Stärken,Verbinden. Kontakt: Oberstudiendirektor Bernhard Rothauscher
Preisgeld 2.500 Euro
2. Preis
Staatliche Realschule Pegnitz mit Projekt: „Toleranztage“. Kontakt: Projektleiterin Heidrun Bieswanger, Preisgeld 1500 Euro
3. Preis
Franz – Miltenberger – Gymnasium Bad Brückenau Begründung:
Kontakt: Projektleiterin Barbara Libner, Preisgeld 1000 Euro
Sonderpreis:
Mittelschule Waldsassen: Projekt:„Demokratie zum Anfassen: ein Planspiel-Labor für Zivilcourage. Kontakt: Sandy Wendt, Preisgeld 500 Euro
In seiner Videobotschaft würdigte der Staatsminister für Digitales Dr. Fabian Mehring:
„Ich gratuliere den ausgezeichneten Schulen von Herzen zum Inner Wheel Zivilcourage Preis 2026. Gewalt, Mobbing und Ausgrenzung – im analogen wie im digitalen Raum – gehören leider zu den zentralen Herausforderungen unserer modernen Zeit. Wir können es nur gemeinsam schaffen, die öffentliche Meinungsbildung zu entgiften und wieder zu einem zivilisierten Umgang miteinander zu finden. Die prämierten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie Schulen junge Menschen genau hierzu befähigen und zu Verantwortung und Zivilcourage animieren. Mein besonderer Dank gilt allen Lehrkräften und Engagierten, die im Klassenzimmer nicht nur Inhalte, sondern auch Herz und Haltung fördern. Für mich ist das die Keimzelle von Zivilcourage in unserer Gesellschaft. Die Preisträger leisten damit einen unschätzbar wichtigen Beitrag für ein respektvolles Miteinander und die Zukunftsfähigkeit unserer Demokratie.“
Grussworte folgten von der Distrikt Präsidentin D88 Katrin Schottler:
„Inner Wheel engagiert sich bewusst für Menschen und Themen, die besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung brauchen. Umso dankbarer und stolzer sind wir, dass die Münchner Inner Wheel Clubs mit dem Zivilcourage-Preis ein so wichtiges Zeichen gegen die zunehmende Gewalt in den Schulen setzen und dieses gesellschaftlich bedeutende Anliegen mit großem Engagement und auf beeindruckende Weise umsetzen.“
Und Susanne Zehm: Präsidentin Rotary Starnberg:
„Für unseren Club war es eine Herzensangelegenheit, diese Initiative zu unterstützen. Das Engagement von Schulen, die sich aktiv gegen Gewalt einsetzen und junge Menschen zu Zivilcourage ermutigen, verdient höchste Anerkennung. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt und gegenseitiger Respekt immer wichtiger werden, möchten wir mit der Stiftung des Preisgeldes ein bewusstes Zeichen der Wertschätzung und Unterstützung für dieses wichtige Engagement setzen.“
Simone Fleischmann, Präsidentin des bayerischen Lehrlehrer und Lehrerinnenverbandes e.V. hielt die Laudatio auf den
1. Preis:
„Das Regensburger Mentoring ist ein Präventionsprojekt bei dem Schülerinnen und Schüler Verantwortung füreinander übernehmen. Das Besondere an diesem Projekt ist der Peer-to-Peer-Ansatz. Jugendliche werden nicht nur begleitet, sondern werden selbst zu Gestalterinnen und Gestaltern einer gewaltsensiblen Schulkultur. Das Mentoring setzt damit genau dort an, wo Prävention wirklich wirken kann – bevor Situationen eskalieren. Die Verbindung von: Zugehörigkeit, Selbstwirksamkeit, gesundem Aufwachsen und respektvollem Miteinander hat die Jury mehr als überzeugt! Denn, wo Zugehörigkeit wächst, verliert Gewalt ihren Nährboden.“
Sabine Jaenecke, Inner Wheel Club München Fünfseenland
2. Preis
„Jährlich abgehaltene „Toleranztage“ mit vielfältig gestalteten Workshops zum Thema psychischer und physischer Gewalt im täglichen Umgang sorgen nachhaltig für ein besseres Schulklima.
Dipl.Pol. Bernd Holthusen vom deutschen Jugendinstitut München
3. Preis:
„Zivilcourage war das zentrale Motto des Schuljahres 2024/2025 des in Bad Brückenau. Die Schülerinnen und Schüler hatten zur Zivilcourage als Wert des Jahres selbst ausgewählt. In allen Klassen wurde Zivilcourage vielfältig im Unterricht thematisiert. Höhepunkt aber war die Woche der Zivilcourage, in der alle Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen ein professionell angeleitetes Zivilcourage-Training gemacht haben, mit dem Ziel, in schwierigen Situationen couragiert aber überlegt zu handeln und Verantwortung übernehmen zu können.“
Die Jury
Simone Fleischmann, Präsidentin des bayerischen Lehrer – und Lehrerinnenverbandes e.V.
Martin Löwe, Landesvorsitzender des bayerischen Elternverbandes e.V.
Diplom Politologe, Bernd Holthusen, deutsches Jugendinstitut München,
Ralph Kappelmeier, Kriminalhauptkommissar und Präventionsbeauftragter des Polizeipräsidium München,
Verena Richterich, Bundesgeschäftsführerin WEISSER RING e.V.
Andreas Voelmle, Vorstand Dominik Brunner Stiftung
Vertreterinnen der Münchner Inner Wheel Clubs: Sabine Jaenecke, Nermina Regenfuss, Annemarie Linde
Die Preisverleihung fand am
Freitag, 3. Juli 2026, 17-19 Uhr in der Alten Rotationshalle Pressehaus Münchner Merkur, Paul – Heyse-Str. 2-4, München statt
Für die Redaktionen:
Kontakt Roswitha Wenzl, IWC München – Residenz
Mobil 015146329017, roswitha.wenzl@me.com
Weitere Informationen unter www.innerwheel–zivilcourage.de und www.innerwheel.de
Die nächste Preisverleihung findet 2028 statt.
Zu Inner Wheel
Inner Wheel ist die weltweit größte Frauenserviceorganisation, deren Fundament auf sozialem Engagement, Freundschaft und internationaler Verständigung basiert. Mit diesen Werten sieht sie in diesem Zusammenhang die Erziehung zur Zivilcourage als ein wichtiges Instrument, um in der Gemeinschaft tolerantes Miteinander zu sichern.
Kontakt:
Kontakt: Roswitha Wenzl, mobil: 015146329017
email: roswitha.wenzl@me.com
www.innerwheel-zivilcourage.de
Die nächste Preisverleihung findet 2028 statt.



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